Zauber oder Zensur? Ist Netzneutralität interpretativ?

Den gestrigen Beitrag von mir seht ihr unten. Dort habe ich über eine versteckte Funktion bei (Google) YouTube berichtet. Ich habe meinen RSS-Feed natürlich auch selber abonniert, einfach um zu schauen, ob alles in Ordnung ist. Seit einiger Zeit arbeite ich mit dem Online-Reader von Google, denn ich benutze verschiedene Rechner und bleibe damit auf allen auf dem gleichen Stand. Vor einiger Zeit habe ich Google Feedburner getestet und mich letztendlich dagegen entschieden, denn meine Feeds möchte ich gerne vollständig in der Hand behalten. In meinem Reader blieb irgendwie trotzdem der Feed dieser Seite, der über Feedburner läuft.

Zum Glück saß ich, als ich gesehen habe, was aus meinem Beitrag geworden ist, sonst hätte ich mich setzen müssen. Im obigen Video könnt ihr es sehen. Das den Beitrag anführende Bild war verschwunden und durch eine Animation ersetzt worden, die zwar inhaltlich zum Beitrag passte, aber eindeutig nicht von mir stammte.

Noch einmal langsam zum Mitschreiben: Das Bild heißt “Bildschirmfoto-2009-10-27-um-13.45.37.png”, ist weder verlinkt noch mit Alternativ-Texten oder Tags versehen. Es gibt also keinerlei Bezüge zwischen dem Bild und der Animation außer, dass sie das selbe zeigen. Im Artikel befindet sich ein Link auf das, was die Animation zeigt. Er befindet sich aber ganz am Ende des Beitrages und davor ist ein anderer Link. Ein automatisierter Austausch der Inhalte scheint mir also technisch äußerst schwierig.

Schwierig, aber anscheinend möglich. Künstliche Intelligenz oder gar menschliches Eingreifen? Man mag nicht darüber nachdenken, was mit Text erst möglich ist und was mit dieser Technologie passiert, wenn sie gegen einen eingesetzt würde. Meine Entscheidung Google Feedburner nicht einzusetzen, war aber anscheinend richtig, denn bei den von mir generierten Inhalten möchte ich auch gerne selber über die kosmetischen Maßnahmen entscheiden. Mal sehen, wie dieser Beitrag gleich in meinem Reader erscheint.

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Schönes Beispiel für Semantik im Web 2.0

Bildschirmfoto 2009-10-27 um 13.45.37

Gerade hat @tanith dieses Gimmick getwittert. Ersetzt man bei YouTube in der URL des Videos, das man gerade anschaut, “watch” durch “warp.swf”, erscheint eine Animation. Sie Zeigt das Video in der Mitte und im Kreis um das Video angeordnet, Videos in irgendeiner Form damit verbunden sind. Fährt man mit der Maus über eines der Videos, entspringen diesem weitere usw. Dabei sind die miteinander verknüpfte Videos farblich hervorgehoben. Wem die Beschreibung zu abstrakt ist kan hier klicken > Beispiel.

Diese Art der semantischen Suche ist einer der großen Vorteile, den auch soziale Netzwerke bieten. Die Videosuche ist ein anschauliches Beispiel dafür.

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