Eine einmalige Liebeserklärung an die Magie und Größe des Kinos: Dieser Film ist ein Ereignis. In Zeiten des 3D-Kinos und der Spezialeffekte, der Action-Spektakel, Romantic Comedies und Teenie-Filme, wagt THE ARTIST das Einzigartige. Im Verzicht auf Farbe und auf gesprochene Dialoge bringt er die Gefühle der größten Epoche des Kinos auf unsere Leinwände. Nominiert für 6 Golden Globes und prämiert mit dem Großen Preis von Cannes für den besten Hauptdarsteller (Jean Dujardin).
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Tron Legacy vs. klassisches Museum
Es ist Sonntag und wir kommen gerade von einer Stadttour, die insbesondere aus zwei Programmpunkten bestand: Die neue Sonderausstellung eines Museums und der „Tron Legacy“-Aufführung in einem 3D-Kino.
Die Ausstellung zum Thema „Was bewegte die Welt“ in einem Ortsansässigen Museum konnte meine nicht bewegen. Ich habe leider nicht mal die Lust verspürt mich mit dem Thema tiefer auseinanderzusetzen. Zerschnittene Autos und säuberlich präparierte Geschichtsausschnitte haben kaum Wirkung auf mich entfaltet. Ich habe es auch irgendwie inzwischen satt ausschliesslich belehrt zu werden. Was ich in meiner Freizeit beschäftigt, soll mich auch unterhalten.
Das habe ich im Anschluss erfahren dürfen. Zum ersten mal war ich in diesem Kino mir dem „I“ und dem „x“. Ich war sehr gespannt, ob für mich als Brillenträger, mit sehr unterschiedlichen Werten auf beiden Augen, der 3D-Effekt noch wahrnehmbar sein wird. Das war er. Wie von Zauberhand lösten sich Schauspieler, oder Teile der Kulisse von der Leinwand und schwebten vor meinen Augen, oder versanken in der Tiefe.
Der Film selber war weit aus besser, als die von mir gelesene Kritiken ihm bescheinigt haben. Mag zum Teil daran liegen, dass ich das Genre liebe. Aber wenn ich es nicht Täte, könnte ich mir doch lieber Tierdokumentationen ansehen, anstatt über die unreelle Realität von Tron zu blubbern, oder? Schneewittchen würde dem Standpunkt der Populärwissenschaft auch keinen Halt gebieten können. Und die Bremer Stadmusikanten…
Horst Schlämmer – Isch Kandidiere!
Jetzt haben auch wir die Dokumentation über den neuen Kanzlerkandidaten der HSP-artei gesehen
. Wer nicht im Bild ist, kann sich den Trailer ansehen.
Diese Parodie von Hape Horst ist angesichts des bevorstehenden Superwahljahres, für eine reflexive Überlegung unbedingt sehenswert. Realsatire vom Feinsten, die leider sehr viel böser Wahrheit spiegelt. Hier begegnet die Politikerkaste dem (un-)mündigen Wähler und bei Szenen, bei den Susanne herzlich gelacht hat ist mir schon teilweise das Lachen in der Kehle gestockt. Die eine Seite brüllt platte Parolen, die andere Seite glaubt sie, diese Realität wird zunehmend zum Alltag.
Wählen kann man Horst Schlemmer leider (noch?) nicht, aber die kurzweilige Satire ist ein Kinobesuch allemal wert.
