Geomarketing im Theater: Comödie Dresden

Ein schönes Beispiel für Geomarketing findet man bei der Comödie Dresden. Dort werden Ostereier, die mit Freikarten für deren Vorstellungen gefüllt sind, versteckt. Im Spielplan werden die Koordinaten bekanntgegeben und schon können sich die Interessierten, mit einem passenden Gerät ausgestattet auf die Suche machen.

Schade nur, dass man nicht die üblichen Kanäle, wie zum Beispiel die etablierten Geocaching-Plattforman dazu nutzt. Damit hätte man sicherlich etwas mehr Reichweite erreicht. Was auch fehlt, ist die Vernetzung mit den Besuchern, eine Rückmeldemöglichkeit über Forum, Blog, usw. habe ich nicht entdeckt. Trotzdem bleibt die Aktion eine spannende Art auf sich aufmerksam zu machen. Gefunden bei Wolfgang.

Update 15.4.: Wie ich soeben bei der aktuellen Folge des Dosenfischen-Podcast erfahren habe, gab es ein Versuch die Caches in einer Community zu etablieren, was aufgrund diverser Fehler nicht geklappt hat. Näheres im Podcast der Dosenfischer.

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Praxisbeispiel Geomarketing: GeoTörn in der Überseestadt

Die Feierlichkeiten zu 10. Jubiläum der Überseestadt wurden von einem Rahmenprogramm begleitet, bei dem ein Punkt besonderes Interesse in mir geweckt hat. Die Rede ist von dem im Titel benannten GeoTörn.

Die Organisatoren haben in der Überseestadt 10 interessante Stellen ausgesucht und deren Geokoordinaten festgelegt. An jedem dieser Wegpunkte wurde eine Infotafel angebracht, auf der Hintergründe und Näheres zu diesem Ort aufgeschrieben wurden. Gleichzeitig war auf jeder der Tafel ein Buchstabe untergebracht, welcher zu einem Lösungswort gehörte. Mit dem Lösungswort hatte man die Möglichkeit an einer Preisverlosung teilzunehmen. Wer kein GPS-Empfänger besitzt, konnte vor Ort ein Gerät kostenlos leihen und bekam es auch von einem netten Mitarbeiter erklärt.

Eine wunderbare Idee, die eine sehr hohe Interessentenanzahl gelockt hat. Spielerisch, mit Spannung und mit hoher Bildungswirkung wurde hier Stadtteilmarketing unterstützt. Ich würde jederzeit derartige „Törns“ wieder mitmachen.

Für mich war es aber auch gleichzeitig die Möglichkeit meinen neuen GPS-Kameramodul zu testen, mit welchem ich die Strecke kartografiert habe. Das Ergebnis ist hier zu sehen. Wie ich diese Karte erstellt habe, werde ich in Kürze hier genauer erläutern. Sind Euch weitere Dienste (Foto, Video, usw.) bekannt, die automatische GPS-Datenerfassung unterstützen?

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GeoDrawing

Es ist Sommerzeit und herrliches Wetter um in der Natur zu frönen. Perfekt für Geochaching. Doch was tun, wenn sich die Pflanzenwelt als ein schier undurchdringliches Dickicht entpuppt? Kreative Geogänger haben sich ein weiteres Freizeitvergnügen einfallen lassen. Geodaten nutzen als spielerische Kunstform, genannt GeoDrawing, oder auch GPSDrawing.

Mit einer kreative Idee, welches Bild gemalt werden soll, geht es hinaus in die weite Welt. Mit im Gepäck ein GPS Logger der als Pinsel für dieses besondere Gemälde dient und mit dem man versucht Linien (anhand von Trackaufzeichnung) in die Landschaft abzugeben. Eine Vielzahl an Galeriebildern könnt ihr auch hier finden.

Die britischen Künstler Jeremy Wood und Hugh Pryor haben sich besonders auf diese Art von Kunstform spezialisiert. Frei nach dem Motto nie ohne mein GPS, zeichnen sie Ihre Wegepunkte ihrer Ausflüge, ob gelaufen, per Fahrrad, mit Auto, oder auch per Fallschirm auf. So entstehen wunderschöne, riesenflächige Gemälde und weitere experimentelle kreative Werke. Dieses Video ist entstanden, als die Künstler ihre Hunde mit GPS Empfänger ausgerüstet, in einen Park in Oxford, der freien Malerei ihren Lauf ließen.

PS: Auch im Marketingbereich wurde GeoDrawing bereits eingesetzt. Zum Beispiel bei der Tour de France oder auch bei BMW Motorrad (Video).

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Mein Abstract für die stART 2010

„Ortsbasierte soziale Netzwerke und deren Nutzen für Kultureinrichtungen“

Als Bestandteil des Internets haben sich soziale Netzwerke einen festen Platz in der Medienlandschaft erobert. Ortsbasierte soziale Netzwerke, bei denen Geoinformationen eine zentrale Rolle spielen, sind integrierter Bestandteil des mobilen Web. Die stetig wachsende Anzahl der Nutzer von Smartphones und anderen kleinen aber leistungsfähigen Mobilgeräten bildet eine neue Zielgruppe, die von Kultureinrichtungen mit Informationen versorgt werden kann. Insbesondere das iPhone und Android-Mobiltelefone ermöglichen es immer mehr Menschen, jederzeit Anfragen an das Internet zu stellen, die sich auf ihr aktuelles örtliches Umfeld beziehen. Dedizierte GPS-Empfangsgeräte sind nicht mehr nötig, wenn das ohnehin mitgetragene Smartphone auch diesen Dienst bietet. Die Anwendungen sind vielfältig. Vielfältige Communitys wachsen. Das Spektrum reicht von Informations-, über Bewertungs-, bis hin zu Spieleplattformen. Auf der Vermarktungsseite wurde gerade der Begriff des Geomarketing (mMarketing; m=mobile) geprägt.

Der Vortrag soll am Beispiel etablierter Plattformen zukünftige Nutzungsmöglichkeiten für Kultureinrichtungen aufzeigen. Geosoziale Mobilanwendungen wie Gowalla oder Foursquare werden mit den Schwerpunkten Vernetzung, Motivation (Spaßfaktor) und (Lokal-)Marketing präsentiert. Vorangestellt wird ein Rückblick auf die Ursprünge ortsbasierter Communitys, die Präsentation soll mit einem Ausblick auf die mögliche Zukunft schließen.

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