
Im Moment experimentieren wir mit Siebdruck und ich will euch unsere Erfahrungen nicht vorenthalten. Im Prinzip haben wir uns an dieser Anleitung orientiert. Hier also nur ein paar Hinweise, die dort nicht zu finden sind. Die Benötigten Sachen, haben wir über Ebay besorgt, Suchbegriff: Siebdruck Starter Set. Was nicht trivial war, war einen Dienstleister zu finden, der unsere Vorlagen ausbleichtet. In einigen Internetquellen wird von Ausdrucken auf Overhaedfolie gesprochen. Das halte ich wegen der sehr geringen Dichte die man mit einem Laserdrucker erreicht für Quatsch.
Den Belichter habe ich aus Pappkartons, alter Tischplatte und Zeitungspapier gebaut. Als Lichtquelle dienten zwei Baustrahler mit je 500 Watt. Bei einem Abstand von ca. 70 cm zur Vorlage betrug die Belichtungszeit ca. 25 Minuten. Wichtig hierbei ist, sich die Position des Siebes vorher auf der Scheibe einzuzeichnen. Wenn das Sieb erstmal undurchsichtig ist, überlegt man lange, wo es lag. Für das Beschichten und das Bedrucken haben wir einfach einen Duschkabinenabzieher, statt teueren Rakeln genommen.
Der Fehler, den wir beim ersten Mal gemacht haben, war viel zu viel Emulsion auf das Sieb aufzutragen. In Verbindung mit einer horizontalen Trocknungslage bildeten sich sog. Nasen, die die Belichtung zerstörten. Sieb also zum Trocknen schräg hinstellen und nur wenig Emulsion für die Beschichtung nehmen. Für die Enschichtung und Entfettung habe ich einfach eine leere Sprühflasche benutzt. Das Funktioniert gut und spart Material. Statt Spezialfarbe kann man übrigens auch Acryl nehmen. Zu finden in jedem Künstlerfachgeschäft.
