Susanne wird zur Kunst bei der GAK. Ab dem 1. Februar geht die nächste Ausstellung los, in der Lilie. Kochschows und kochen werden thematisiert. Wir versuchen Strukturen im Chaos zu schaffen.
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QR Codes lesen, nutzen und erstellen

Um unsere Ausstellung Re:Import / Re:Visionen aufzuwerten habe ich QR Codes erstellt, die dem Besucher die Orte zu sehen ermöglichen, an den die Fotos oder die Ideen für das jeweilige Werk ihren Ursprung haben. Es sind Geodaten, die auf Google-Maps verweisen. Um diese QR Codes zu lesen braucht man ein Handy mit Internetzugang und eine in der Regel kostenlose Reader-Software. Entsprechende Software findet man zum Beispiel auf kaywa.com oder quickmark.com.tw. Eine Vielzahl an kostenlosen Apps gibt es ebenfalls über iTunes, oder Android-Store.
Ob dein Handy den Reader unterstützt kannst du u.a. auf reader.kaywa.com kontrollieren. Hier werden außerdem alternative Vorgänger- oder Nachfolger-Geräte, die OR-Code-Reader unterstützen, angezeigt.
Kommen wir weiter zum lesen des QR-Codes. Um ihn zu entschlüsseln hält man die Handy-Kamera direkt auf den Code, der mittels der Readers automatisch eingelesen wird. Je nach Reader-Anbieter muss man gegebenenfalls ein Foto schießen. Der Reader zeigt dann eine URL, Text, usw. an und ermöglicht in der Regel die dahinterstehende Inhalte direkt aufzurufen. Bei größeren Daten, wie Audio, oder Video kein ein Datenvertrag mit Freivolumen somit vom Vorteil sein.
Wie ich bereits Anfangs erwähnt habe handelt es sich bei meinen ersten QR-Codes um Geodaten. Angebracht werden sie neben den jeweiligen Werken der Ausstellung, wo jedes Bild eine kleine Karte bekommt, versehen mit seinem QR-Code und einem farbigen Balken (in diesem Fall grün). Die Farbzuordnung erleichtert den Besuchern die jeweilige Typisierung der Codes. Aus dem Bauch heraus habe ich mich für Grün = Geodaten entschieden. Weitere, wie z. B. Rot = Audio-/Videodaten oder Blau = Webseiten, werden folgen. Wie ich zu den jeweiligen Geodaten gekommen bin, werde ich in einem weiteren Blogbeitrag berichten.
Eure eigenen CR-Codes könnt ihr selbst leicht über einen Generator (zum Beispiel hier) erstellen. In einem Textfeld könnt ihr eine Internetadresse oder auch Text eingeben. Das Programm übersetzt die Buchstaben in einen QR-Code, den ihr speichern, versenden oder ausdrucken könnt.
Noch ein Tipp: Alle QR-Codes sind nach internationalen Richtlinien genormt. So kannst du die Codes auch auf den Kopf stehend, oder schief aufnehmen. Die drei Quadrate in den Ecken sind ausschlaggebend für das jeweilige Programm, um die Position zu entschlüsseln. Wenn es nicht klappt, scanne den Code aus etwas weiterer Entfernung, da einige Handy-Kameras ohne Makro-Funktion und Autofokus das Bild nicht scharf stellen können.
Einer der Elemente der kommenden Ausstellung werden QR-Codes sein

In die kommende Ausstellung werden wir abgesehen von Bildern weitere Medien, wie unseren Podcast, unseren Podcast, Video, usw. integrieren. Dieser Experiment wurde einerseits durch das technikaffine Umfeld des Geschehens und andereiseits durch unseren Besuch bei der stART10, wo ich auf die Idee gekommen bin, beeinflusst.
Ein QR-Code ist ein zweidimensionaler „Strichcode“, mit dem man Inhalte wie zum Beispiel Text, URLs, vCards, usw. verteilen kann. Mit QR-Code fähigem Handy gescannt kann der Nutzer sich zusätzliche Informationen holen. Es ist also eine Art Objekte zu taggen, um erweiterte Inhalte zugänglich zu machen.
Uns schwebte schon lange vor, die multimedialen Produktionen von uns im Rahmen der Ausstellungen mit zu präsentieren. Auch fanden wir die Idee standortbezogene Informationen auszuliefern interessant. Natürlich wäre es unbezahlbar die Ausstellung mit entsprechender Technik auszustatten. QR-Codes bieten uns die Möglichkeit Inhalte ohne viel Aufwand zu referieren.
Gemeinsame Ausstellung ab September

Die ersten Blätter fallen von den Bäumen und auch hier im Blog ist es etwas ruhiger geworden. Die Tatsache ist, dass wir uns auf eine Große Ausstellung vorbereiten und somit ziemlich ausgelastet sind. Zum ersten Mal werden wir gemeinsam eine Ausstellung bestreiten. Das gibt uns die Möglichkeit auch Schnittmengen, die sich durch das gemeinsame Kunstwerken ergeben, zu präsentieren. Gleichzeitig stellt es uns vor neue Herausforderungen das Konzept für diese Ausstellung so abzustimmen, dass der Besucher in seiner Wahrnehmung sowohl das Gemeinsame, als auch zwei Künstler für sich erkennen kann.
Wir fangen mit dem Aufbau am 15. September an und werden die Details in Kürze, sobald alle Verträge unter Dach und Fach sind, beginnen. Die Ausstellung ist für einen längeren Zeitraum geplant, so dass es genug Möglichkeiten geben wird, sie zu besuchen. Es wird auch begleitende Events während der Laufzeit geben, auch hier folgen die Details in Kürze. Eine Herausforderung auf die wir uns sehr freuen, die aber sehr viel Energie bindet.
H2: Re:Visionen
Nichtmultitasking Susanne und multitasking Norbert, erzählen von ihrem Kulturwochenende. Mit frischen Eindrücken von einem Konzertbesuch haben wir ein Musiktip in Richtung Crossover-Klezmer-Polka-Ska. Die Rede ist von der Band Diegos Umbrella aus San Francisco. Einen kleinenVorgeschmack könnt ihr hier finden. Ein weiterer Tip ist die Möglichkeit sich kostenfreie Musik von der Socialbar Bremen ins Ohr zu holen.
Des weiteren haben wir das Straßenzirkusfestival La Strada unsicher gemacht. Walkacts, Keulenakrobatic, Mimic, Tanz, Maskentheater, sind nur einige der dort gezeigten Darstellungen. Etwas näher gehen wir auf die Kunstperformance des Theaters Fragile ein. Eine mobile Inszenierung, die eine Hommage an die letzte Lebensphase ist.
Desweiteren haben wir, bewaffnet mit Blumendraht und Krebband, die neue Ausstellung von Norbert im Alten Fundamt aufgebaut. Namensgleich mit dem Titel dieser Folge stellen wir unsere ReVisionen zur Debatte. Gern möchten wir ebenfalls auf unseren Künstlerfreund Joachim Bommel Fischer aufmerksam machen. Ein Interview mit ihm und kulturlabskaus könnt ihr hier finden.
Re:Visionen – Visionen über den Weg der Sachen von Wegwerf- zu Sammelobjekten

Re:Visionen – unter diesem Titel präsentiere ich meine neue Ausstellung ab 15. August im Alten Fundamt, Auf der Kuhlen 1a, 28203 Bremen / Steintor.
Seid 2007 habe ich eine eigene Art entwickelt, meine Flohmarktjagd zu gestalten. Ich sah, wie am Ende des Verkaufstages Verkäufer einige Waren aussortierten und sie zurückließen. Ich beobachtete das Geschehen und merkte, dass eine andere Schicht von Sammlern diesen Ort aufsuchte. Es waren diejenigen, die die Hinterlassenschaften der Verkäufer durchsuchten und vieles davon mitnahmen. Ich zog meine Kamera und fing an, einige dieser Quisquilien zu fotografieren. Damit wurde ein Rennen um die Sachen zwischen mir, den Restesammlern und den Reinigungskräften, die mit ihren Mülltonnen den Platz säubern, eröffnet.
Die Schwierigkeit dabei besteht darin, dass sein Ziel unverfälschte Bestandsaufnahmen sind. Die Sachen, die ich zeige, wurden weder von mir in irgendeiner Form arrangiert, noch erfahren die Fotos irgendwelche Montage in der Bildbearbeitung. Ich halte den kurzen Moment fest, indem ein Kreislauf des Besitzerwechsels neu angeregt wird, oder durch eine Reinigungskraft beendet wird. Damit soll auch ein Stück der Geschichte der an diesem Kreislauf teilnehmenden Menschen erfasst werden, obwohl sie selber auf diesen Fotos nicht zu sehen sind. Dies jedoch ist eine bewusste Entscheidung und gehört zum Leitbild dieser Serie.
Im Moment kann ich noch nicht sagen, wie lange die Bilder vor Ort hängen, ich werde es in einem Update nachreichen. Über Rückmeldungen jeglicher Art, Kritik, Lob, usw. freue ich mich natürlich immer. Den Besuchern wünsche ich viel Spaß!
Update: Die Ausstellung ist bis zum 3.9.2010 zu sehen.


