Ich weiß jetzt, wie ich mich hier benehmen darf

„Nimm den Ellenbogen beim Niesen und Husten vor den Mund“ ist eine der Regel, die bei mir maximal das Kopfschütteln auslösen. Abgesehen von der anstrengenden Überspannung im Nackenbereich, verteile ich meinen Rotz lieber auf Tempotaschentücher, statt auf die Bekleidung. Zu dieser gesellen sich jetzt 101 weitere Regeln, die von dem Creation Center der Telekom Laboratories erarbeitet wurden.

Die Rede ist von der „eEtiquette“, einer Art Knigge für das digitale Zeitalter. Darunter befinden sich so nützliche Tipps wie zum Beispiel: „Nur R2D2 darf eine Beziehung digital beenden“, „Entschuldige Dich immer für eine verspätete Antwort“ und „Starre nicht auf fremde Bildschirme. Verhalte Dich wie an einem FKK-Strand: Persönliches geht Dich hier nichts an.“. Ich will mir an der Stelle nicht weiter vorstellen, wohin die Mitarbeiter des Magentariesen am FKK-Strand hinstarren und auch nicht, welche Körperteile sie als persönlich definieren.

Abgesehen davon, dass ich die meisten dieser Regel für sinnfrei und überflüssig halte, des Weiteren ich mir nicht vorschreiben lasse, in welcher Form ich meine Scheidung einleite (nein, beruhigt Euch, ist nur ein Beispiel), fiel mir ein weiterer unschöner Aspekt auf. Die Macher der Seite behaupten:

Bei der Seite handelt es sich um ein Dialogangebot der Deutschen Telekom, in dem ein Austausch von Meinungen und Informationen stattfinden soll.

Man kann also über die Leitlinien Diskutieren, um deren Entwicklung voranzutreiben. Auch das Einreichen neuer Regeln wird über die Seite Ermöglicht. Das erweckt zunächst den Anschein, dass hier ein Angebot für und von allen Nutzern entstehen soll. Bei derartigem Vorhaben hätte ich eine freie Lizenzierung erwartet, „Gemeinsam erarbeitet, gemeinsam genutzt.“ wäre meine Regel bezüglich des Konzeptes. Stattdessen behält sich die Telekom in mehrseitigen Nutzungsbedienungen sämtliche Rechte vor.

Trotz der Überschrift dieses Beitrags, werde ich das Netz so nutzen wie bisher und auch beim Niesen wird sich bei mir nichts ändern.

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H2: Live

Rund um das Thema „Live“. Wir waren auf der Breminale und erzählen von unseren Eindrücken. Eine Band, die uns sehr beeindruckt hat ist Nosfell, über die wir berichten. Norbert erinnert sich an sein Live-Erlebnis beim Kulturevent Quantenschaum – Künstler und Wissenschaftler äußern sich kreativ über den goldenen Schnitt. Weitere Erinnerungen und Themen: Das Konzert Firewater im Schlachthof, Web2.0 trifft real, das stARTcamp in Essen, Fußballgeräusche am Bahnsteig, Barcamp Kirchentag, die Band Wise Guys, Großkonzerte… Hautnah und Live dabei. Unsere Vorschau, bald live zu erleben, die Podcon 2010 in Saarbrücken. Chaos, wie immer…

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Ist geocachen mit einem iPhone möglich?

Diese Frage beschäftigte mich, bevor wir mit der neumodischen Schnitzeljagd angefangen sind. Leider lieferte die Recherche in diversen Foren keine eindeutige Antwort, die Meinungen waren sehr gespalten. Da ich inzwischen ausreichend Erfahrungen gesammelt und den Vergleich mit kürzlich angeschafften Garmin eTrex habe, will ich auf diese Frage eine Antwort liefern.

Grundsätzlich ist das iPhone etwas ungenauer als das GPS-Gerät von Garmin. Die Genauigkeit des iPhones liegt bei ca. 15 Metern, die des Garmins bei ca. 2-3 Metern. Bei den bisherigen Caches war es in der Praxis aber kein Hindernis, da man in der Stadt sich auch den Strassen und anderen markanten Punkten orientieren kann. Zudem wird die Entfernung beim Gehen rückwärts gezählt, was eine recht genaue Abschätzung des zu findenden Ortes möglich macht.

Die Stärke vom iPhone ist natürlich die Möglichkeit jederzeit Informationen aus dem Internet holen zu können. Das war in einigen Fällen deutlich hilfreicher, als die höhere Genauigkeit des Garmins. Auch wenn man theoretisch mit Koordinaten und kostenloser Software Geocachen könnte, würde ich auch deshalb die App von Groundspeak empfehlen. Sie verwandelt den Smartphone in eine komfortable Zentrale, die kaum Wünsche übrig lässt.

Wer ohnehin schon ein iPhone hat, sollte sich die Geocaching-App anschauen und hat in der Verbindung der Beiden ein vollwertiges Gerät zum Cachen. Die Anschaffung von Garmin war nur deswegen notwendig, weil Susanne noch ein älteres iPhone, ohne GPS hat.

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Musiktip: Nosfell

Gestern haben wir diese Combo auf der Breminale entdeckt. Wie so oft auf diesem Festival haben wir uns eine Band angeguckt, die wir nicht kannten und waren sofort Feuer und Flamme für ihre Musik. Nosfell glänzen mit unglaublich interessanter, überwiegend a capella erzeugter Sampling-Technik. Man hatte stellenweise das Gefühl nicht zwei, zehn Musiker stünden auf der Bühne. Ich will aber nicht zu viel verraten, schaut euch einfach das Video an und hört bei last.fm in deren Kanal rein.

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