Geosoziale Netzwerke Teil 6: Geocaching

Die moderne Ausgabe der Schnitzeljagd erfreut sich wachsender Beliebtheit. Alleine in Deutschland befinden sich ca. 122.000 sogenannten Caches. Die deutsche Community Opencaching.de notierte im Juni 2010 33.764 Benutzer.

Beim Geocaching geht es darum einen versteckten Bähelter (Cache) anhand seiner Geokoordinaten zu finden und die Tat mittels eines Logbucheintrages zu dokumentieren. Oft sind die Zielkoordinaten durch Rätsel, oder Aufgaben verschleiert. Eine ausführlichere Beschreibung der Regeln findet man in der Wikipedia, oder auf den Seiten von Geocaching.de. Die Popularität des Geocachens spiegelt sich Marketingmodellen rund um die Sache. Nachfolgend einige Beispiele:

Der Prolibris Verlag hat mit der Seite Geodetektive ein Angebot geschaffen, welches sich rund um die Kriminalromane des Verlages bewegt. In Cuxland, Kassel, Dresden und Regensburg, den Bühnen der jeweiligen Romane, muss der Spieler mehrere Rätsel lösen. Die Lösung verhilft ihm zum Finden von einem zentralen Versteck, indem in unregelmäßigen Zeitabständen Gutscheine für die Romane zu finden sind.

Die Alpenregion Tegernsee Schliersee hat Geocachingangebote gleich zum festen Bestandteil der Tourismusstrategie erhoben. 2008 startete dort ein Pilotprojekt, bei dem GPS-Geräte kostenlos ausgeliehen werden konnten. Man konnte sich bei den Touristifo-Filialen auch eine Einführung in das Geocachen geben lassen. Das Angebot wurde sehr gut genutzt und soll stetig erweitert werden (Quelle: Gastronomie Report).

Auch in Thüringen gibt es ein Portfolio an Geocaching-Angeboten. In den Tourist-Informationen dort kann man ebenfalls GPS-Geräte mieten, oder die Informationen zu den Rätseln auf Papier mitnehmen. Die so angebotene Touren durch die Stadt lenken die Aufmerksamkeit auf die gewünschten Ziele.

NABU Bremen hat mit der Idee Geocaching-Camps für Kinder und Jugentliche zu veranstalten, gleich noch einen Umweltpreis gewonnen. Dort heisst es: Die Geocaching-Camps sollen innovative Anreize für Kinder und Jugendliche bieten, sich mit Fragestellungen zur Natur in ihrem Lebensumfeld und mit globalen Umweltthemen zu beschäftigen. Den Teilnehmer/Innen der Geocaching-Camps wird ein umfangreiches Grundlagenwissen vermittelt, welches sich mit hoher Wahrscheinlichkeit positiv auf den zukünftigen schonenden Umgang mit Natur und Umwelt auswirken wird.

Es gibt mehrere Hotels, die ihren Gästen GPS-Geräte und Touren anbieten. Beispielsweise ist im Hotel Hirsch in Rothenberg die Niebelungensage zu einer Geocaching-Tour verarbeitet. Wer die Rätsel löst und das Ziel findet wird dort mit regionalen flüssigen Schätzen, die aus einer Flasche Bier, einer Flasche Saft und einer Flasche Mineralwasser bestehen, belohnt.

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