Ist geocachen mit einem iPhone möglich?

Diese Frage beschäftigte mich, bevor wir mit der neumodischen Schnitzeljagd angefangen sind. Leider lieferte die Recherche in diversen Foren keine eindeutige Antwort, die Meinungen waren sehr gespalten. Da ich inzwischen ausreichend Erfahrungen gesammelt und den Vergleich mit kürzlich angeschafften Garmin eTrex habe, will ich auf diese Frage eine Antwort liefern.

Grundsätzlich ist das iPhone etwas ungenauer als das GPS-Gerät von Garmin. Die Genauigkeit des iPhones liegt bei ca. 15 Metern, die des Garmins bei ca. 2-3 Metern. Bei den bisherigen Caches war es in der Praxis aber kein Hindernis, da man in der Stadt sich auch den Strassen und anderen markanten Punkten orientieren kann. Zudem wird die Entfernung beim Gehen rückwärts gezählt, was eine recht genaue Abschätzung des zu findenden Ortes möglich macht.

Die Stärke vom iPhone ist natürlich die Möglichkeit jederzeit Informationen aus dem Internet holen zu können. Das war in einigen Fällen deutlich hilfreicher, als die höhere Genauigkeit des Garmins. Auch wenn man theoretisch mit Koordinaten und kostenloser Software Geocachen könnte, würde ich auch deshalb die App von Groundspeak empfehlen. Sie verwandelt den Smartphone in eine komfortable Zentrale, die kaum Wünsche übrig lässt.

Wer ohnehin schon ein iPhone hat, sollte sich die Geocaching-App anschauen und hat in der Verbindung der Beiden ein vollwertiges Gerät zum Cachen. Die Anschaffung von Garmin war nur deswegen notwendig, weil Susanne noch ein älteres iPhone, ohne GPS hat.

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4 Antworten auf Ist geocachen mit einem iPhone möglich?

  1. theM sagt:

    Ein toller Artikel, genau auf solche „Vergleichstests“ habe ich gewartet. Allerdings gebe ich Dir nur „bedingt“ recht: Die Abweichung ist dann irrelevant, wenn man selber sucht. Will man allerdings einen Cache platzieren können 15m durchaus ein Problem werden, da die Suche für andere Cacher dann ziemlich schwierig werden kann. Da ich selber schon drei Kistchen versteckt habe, habe ich diese mit meinem GPS Armband fürs Marathonlaufen gelegt, welches eine akzepable Abweichung von 2-3m hat.

    Nichts desto trotz ist das iPhone mit der Groundspeak App in jedem Fall eine gute „Einstiegsdroge“. Wer dann noch „in die Vollen“ gehen will dem seien m.E. die Apps „GCBuddy“ (für Multi-Caches zu empfehlen) sowie „Off-Maps“ (Karten für Leute, die keinen Auslands-Datenroamingtarif haben) noch erwähnenswert.

  2. Norbert sagt:

    Sehr interessanter Einwand, darüber habe ich natürlich noch nicht nachgedacht und natürlich Danke für die Tips.

    Meine Erfahrung ist, dass die Geokoordinaten bei vielen Caches sowieso sehr ungenau sind. Ist es Absicht? Weisst Du das vielleicht?

  3. theM sagt:

    Gern geschehen. 😀

    Ob es Absicht ist kann ich nicht sagen, allerdings habe ich die Erfahrung auch schon gemacht. Letztendlich sind allerdings auch viele Faktoren für die Präzision des GPS relevant so dass sich der finale Grund vermutlich nie ermitteln lässt. Aber dafür hat man ja noch seinen Cacher-Sinn um diese Komponente zu überbrücken. 🙂

  4. Norbert sagt:

    Ja, das stimmt. Es macht ja auch einfach Spaß und das ist am wichtigsten 🙂

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