Ein Künstler krabbelt über die Straßen von Bremen

Mark McGovan ist in diesen Tagen unterwegs in Bremen. Er krabbelt durch die Bahnhofsvorstadt um auf Menschen aufmerksam zu machen, die kein würdevolles Leben führen können, obdachlos sind, oder aus sonstigen Gründen am Gesellschaftsrand leben. Er will 48 Stunden durchhalten und wir haben im Moment kein freundliches Wetter hier. Schneematsch, Kälte und Wind begleiten den Künstler auf seinem Weg. Seine berühmteste Performance hat Mark in New York 2007 durchgeführt, wo er in einer Maske von Bush krabbelnd, die Passanten aufgerufen hat ihm in den Allerwertesten zu treten.

Auch wenn mir die Aktion fast zu theatralisch erscheint, so ist der Zweck ohne Frage zu würdigen. Eigentlich seltsam, dass es in einem westlichen Industriestaat solcher Aktionen bedarf. Gut, dass einige mutige Künstler immer wieder die Kraft finden, die Missstände an den Pranger zu stellen. Im Moment überlege ich, ob ich von seiner Aktion Fotos mache, oder es bei textueller Aufarbeitung sein lasse. Einen krabbelnden Obdachlosen würde ich auch nicht ablichten. Wahrscheinlich aber suche ich ihn auf und schaue in seine Augen, wird reichen um ein Einverständnis, oder Ablehnung einzuholen. Wir wünschen Dir alles Gute Mark!

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