Session „Kommunikation“ auf dem FreelanceCamp 2009

Hiermit will ich die versprochene Dokumentation der angebotenen Session auf dem FreelanceCamp 2009, vom 17. Oktober zum Thema „Spamst du noch, oder kommunizierst du schon? Was würde Watzlawick über Web 2.0 sagen?“ nachreichen. In dieser Session habe ich die Anwendung der Kommunikationsaxiome nach Watzlawick, auf die Kommunikation in sozialen Medien mit den Teilnehmern diskutiert.

In der Runde wurde schnell klar, dass diese Art zu kommunizieren eine andere Kultur bildet, als beispielsweise Brief und einer Entwicklung bedarf. Sie gehört somit zu einer neuen Art von Kompetenzen und bedarf einer Etablierung durch Erfahrungen und Akzeptanz. Neben den auf den Folien zusammengefassten Aspekten, wurden unter Anderem die Fragen der Netiquette, der Vertrauenswürdigkeit, der Öffentlichkeit und des Rechts in der Gesprächsrunde aufgeworfen. Diese könnten natürlich in der Kürze der Zeit nicht ausschöpfend abgearbeitet werden.

Im Fazit ist es aber klar geworden, dass eine Auseinandersetzung mit neuen Kommunikationskanälen wichtig und notwendig ist. Das Interesse an sozialen Medien ist da, der Umgang damit verunsichert aber viele noch, nicht zuletzt wegen hoher Komplexität und zu überwindenden technischen Schwellen.

flattr this!

Google Wave als Kunstvideo

Über die Vorteile der Kommunikation mittels Wave habe ich schon kurz hier berichtet. Dass dieses Medium selbst zur Kunst erhoben werden kann beweist das obige Video. Es kursiert momentan im Netz, ich habe es bei Klaus gefunden. Derartige Spielereien werden sich sicherlich im Laufe der Zeit häufen. Ich stelle es hier insbesondere deswegen hin, weil man dadurch vielleicht etwas besser meinen vorangegangen Beitrag verstehen kann. Das Video ist aber auch einfach unterhaltsam.

flattr this!

Pl0gbar Bremen #8

Bildschirmfoto 2009-10-22 um 14.46.47

Vor Kurzem habe ich eine Umfrage gestartet, ob noch interesse an einer Pl0gbar in Bremen bestünde und an welchem Wochentag sie stattfinden solle. Es haben sich auch Interessenten gefunden, weswegen ich diesen Termin bei Mixxt eingestellt habe. Ich habe bei der Terminplanung gemerkt, dass es ab einer gewissen Anzahl von erwachsenen Menschen schwierig wird, einen festen Wochentag zu finden. Ich entschied mich die Veranstaltung zwischen Dienstag und Donnerstag rotieren zu lassen so, dass sie zumindest manchmal mit anderen, festgelegten Terminen bei den Teilnehmern nicht kollidiert. Auch die Orte werden rotieren, so kann man die Last des Anfahrens etwas besser verteilen.

Gleichzeitig werde ich versuchen Synergieeffekte zu nutzen und die Pl0gbar mit anderen, natürlich thematisch passenden, Veranstaltungen zusammenzulegen. So findet noch mehr Austausch statt und die Teilnehmer lernen neue Menschen kennen. Rücksprache mit paar Leuten bestätigte mich in dieser Entscheidung. Den Anfang macht am 7. Januar 2010 die Socialbar. Pl0gbar trifft Socialbar heisst es dann. Ich plane weiterhin den Organisator des Podcasterstammtisches Thomas anzusprechen. Weitere Ideen nehme ich dankend entgegen. Die nächsten Termine für die Pl0gbar Bremen sind dann also:

Notiert sie euch und erscheint zahlreich. Der Beginn ist 19 Uhr, wer später kommt, kommt später. Ich hoffe, dass wir es schaffen ein nettes und lebendiges Event auf die Beine zu stellen. Vorschläge, Anmerkungen, usw. nehme ich gerne in der Kommentarfunktion entgegen und über die bekannten Kommunikationskanäle. Es bleibt mir nur noch euch viel Spaß zu wünschen :) .

flattr this!

Ohne Titel

Wall

Der Wächter hat mich gewarnt. Ich solle nicht durch diese Tür gehen, von dort wäre noch nie jemand zurückgekommen. Seine Stimme klang monoton, er sagte es einfach ohne zu wollen, auf mich Einfluss zu nehmen. Vielleicht war das gerade der Grund, warum ich es in diesem Moment tat. Ich hatte mein Leben und lebte es. Mein Leben war aber wie seine Stimme, es war strukturiert und ohne Bedarf zur Veränderung und ohne Höhen und Tiefen. Ich verspürte zwar kein Drang das zu verändern, aber ich verspürte überhaupt noch wenig. Deswegen tat ich es.

Der Raum in dem ich stand war kein Raum. Ich konnte keine Wände sehen, keine Decke und irgendwie auch keinen Boden, obgleich ich ihn mit meinen Füßen ertasten konnte. Es gab auch keine Lichtquelle, obgleich ich nicht im Dunklen stand. Vor mir sah ich ein rotes Band, das auf meiner Bauchhöhe gespannt kein Anfang und kein Ende zu haben scheinte. Ich drehte mich um und sah die Tür, durch die ich zweifellos gekommen sein musste nicht. Dort war nur eine graue, wandartige Masse, die wie ein verdichteter Nebel, der mit einem Messer sauber zertretrennt worden war, zu schweben schien.

Ich drehte mich zurück und beim Anblick der Bandes wurde mir klar, dass es die einzige Farbe ist, die ich in dieser Umgebung vernehme. Ich ging darauf zu und darüber hinaus. Es gab erstmal gummiartig nach, um dann mit leisem zischen zu zerplatzen. In diesem Moment sah ich ein weiteres Band, das etwas breiter als das erste war, ansonsten dem ersten gleich zu beschaffen schien. Ich ging darauf zu und wiederholte das Spiel. Irgendwie wunderte mich nicht, dass ich ein drittes, wieder etwas breiteres Band sah. Ich ging nur ein paar Schritte weiter und drehte mich um.

Der Abstand zu der grauen Wand schien mir gleichgeblieben zu sein. Oder war es nur eine optische Täuschung? Zwei Bänder später war ich sicher, dass es keine war. Die Wand bewegte sich in der selben Geschwindigkeit hinter mir, wie ich mich nach Vorne bewegte. Diese Erkenntnis beunruhigte mich. Was, wenn ich die Tür nicht mehr finde? Kann ich in diesem gräulichen Etwas überhaupt atmen? Mein Herz fing an zu rasen und ich entschied mich erstmal weiter zu gehen. Das nächste Band war nur unwesentlich breiter, als das vierte.

Einige Bänder später wurde der Wiederstand deutlich spürbar. Es machte mir viel Mühe sie zu zerreißen. Ich entschied mich, das Vorgehen zu ändern. Bei dem nächsten Band schlüpfte ich einfach darunter, doch als ich es beim kommenden versuchte sank es tiefer und lies mir somit keinen Platz dafür. Ich blieb verwundert davor stehen, ging langsam in die Hocke und das band sank langsam, meiner Bewegung folgend tiefer. Ich stand auf, und das band steigte. Ich drücke einen Finger in das Band und es hüllte ihn, fast schon sorgfältig ein. Ich drehte mich und sah die graue Wand in unverändertem Abstand vor mir.

Ich drehte mich, sprang gegen das Band und brachte es zum Platzen. Ich fing an zu rennen, um mehr Schwung im Kampf gegen die Bänder zu holen. Die Erschöpfung nahm zu, da sah ich sie. Kein Band mehr versperrte meinen Weg, sondern eine rote Wand. Ich blieb stehen. Durch diese zu gehen schien mir unmöglich zu sein. Ich war müde und diesen Wiederstand zum Platzen zu bringen überstieg meiner Einschätzung nach, meine Kräfte. Ich setzte mich hin und sah beim Blick über die Schulter die graue Masse hinter mir. Plötzlich wurde mir klar, dass als ich durch die Tür gegangen bin, ich einen Fehler begangen habe.

Ich sprang auf die Füße und rannte gegen die rote Wand. Sie umschloss meine Arme und mein Gesicht, ich rutschte ein Stück zurück, versuchte aber weiter nach Vorne zu preschen. Ich kriegte keine Luft und verlor auch das Gefühl für die Zeit. Ich war nicht verängstigt, dann jederzeit könnte ich das abbrechen und versuchen mich zu der Tür durchzuarbeiten. Ich wollte aber endlich weiter, um zu Erfahren, was mich am Ende erwartet. Die gummiartige Masse gab nach.

Ich fiel nach Vorne und ruhte mich noch eine Weile auf dem Boden aus. Ich hatte ja auch keinen Grund hektisch zu werden, ich habe es doch geschafft. Als ich einigermassen zu Kräften wiedergekommen bin, stand ich mit einem milden Lächeln auf den Lippen auf. Ich wollte meine Belohnung geniessen. Zuletzt erhob ich meinen Blick. Sehr langsam wurde mir klar, was ich vor mir sehe. Mein Lächeln verschwand und meine Schulter sanken. War das Alles? Warum habe ich mich darauf eingelassen? Fragen schossen in meinen Kopf. Fragen, auf die es keine Antworten gibt.

Vor mir habe ich eine Spiegelwand gesehen. Sie Spiegelte mich und das undefinierbare Nichts hinter mir. Ich konnte keine Wände sehen, keine Decke und irgendwie auch keinen Boden, obgleich ich ihn mit meinen Füßen ertasten konnte. Es gab auch keine Lichtquelle, obgleich ich nicht im Dunklen stand. Sollte ich durch den Spiegel durch? Ich hatte keine Kraft mehr, mir diese Frage zu beantworten. Ich drehte mich zur Seite und fing an zu gehen…

flattr this!

Google Wave. Die neue Art zu kommunizieren?

Bildschirmfoto 2009-10-19 um 17.40.46

Heute war es soweit. Nachdem ich Samstag von Tobias die Einladung bekommen habe, habe ich heute mit der Unterstützung von Björn und Benjamin eine erste Wave gestartet. Natürlich haben wir ganz viel rumgeklickt und geguckt was, womit zusammenhängt. Die Mittel waren das Ziel, nicht die Inhalte. Ich kann jetzt schon aber sagen, dass diese Technik ein sehr hohes Potential an Nützlichkeit bietet. Wer mehr über die Technik erfahren möchte, kann zum Beispiel bei Sascha, der darüber ein Blog eingerichtet hat, vorbeigucken.

Die kostenlose Anwendung erlaubt die Kommunikation in Echtzeit mit mehreren Partnern. Gerade im Kulturbereich, wo Projektarbeit fast immer die Regel und Geld fast nie da ist, kann Wave eine sinnvolle Ergänzung zu den vorhandenen Werkzeugen bieten. Jeder ist zu jedem Zeitpunkt über die ToDos, Stand der Dinge, usw. informiert und kann das Getane allen mitteilen. Immer und Überall. Auch die vorgesehenen Erweiterungen, wie z.B. Standortanzeige, Videokonferenzen, Tonaufzeichnung, usw. bieten gegenüber der E-Mail-Kommunikation über einen Verteiler einen Vorteil. Dass aber alles in Echtzeit stattfinden, wo ich beobachten kann was der Andere tut, ist schon Vorteil genug.

Fazit: Wave wird sich durchsetzen und den Kommunikationsbereich über das Internet zumindest da dominieren, wo viele Menschen miteinander arbeiten müssen, die räumlich nicht zusammenhängen. Es spricht vieles dafür und nichts dagegen, diese Technik einzusetzen. Ich bin jetzt schon begeistert.

flattr this!

Termine, Termine, Termine…

Bildschirmfoto 2009-10-16 um 17.36.38

Auf dem Weg zur Arbeit drang sich der Satz in meinen Kopf ein: Es roch nach frischumgegrabener Erde. Vielleicht etwas kitschig, aber man könnte daraus etwas machen. Werbung für eine Gartenmesse, oder eine Horror-Kurzgeschichte, oder eben etwas dazwischen. Auf dem Weg von der Arbeit fiel mir auch ein Plot ein, der im Wesentlichen aus einem Typ besteht, der in der Dunkelheit wach wird. Ich nehme mir gerne etwas Zeit, um so etwas zu spinnen und voranzutreiben. Da fiel mir ein, dass es wohl kaum möglich wird, denn der Terminkalender gibt es zumindest in der kommenden Woche nicht her. Im Moment habe ich ein wenig das Gefühl, dass ich zu viele Sachen gleichzeitig verfolge und es Zeit wird sich auf das Kerngeschäft die wichtigen Ansätze zu konzentrieren.

Gerade muss ich an eine Freundin denken, die mir ins Wort fiel, als ich behauptet habe Mitte Oktober viel entspannter zu werden. “Bis dahin hast du doch sechs neue Sachen am Start!”, sagte sie nur nüchtern und ich fange an zu ahnen, dass sie vielleicht etwas besser die mich treibenden Mechanismen sieht, als ich es im Moment tue. Ich wüsste nur nicht, worauf ich verzichten will, denn andererseits macht was ich mache eigentlich viel Spaß. Zeitmanagement einzuführen wäre auch nicht die Lösung, denn ich möchte in meiner Entscheidungsfreiheit nicht gerastert sein. Sachen, die sich spontan ergeben sind oft auch wichtig und notwendig, weswegen eine absolute Kalenderversklavung für mich keine Lösung darstellt.

Mit diesem Problem haben aber sicherlich alle zu kämpfen die mehr wollen, als eine Briefmarkensammlung zu vervollständigen, was zugegebenermaßen auch kompliziert sein kann. Da beisst sich das Maultier in den… .

flattr this!