Preis(G)estaltung der Kunst

Preis

Immer wieder, eine Ausstellung besuchend und einen Blick auf die Preisliste der jeweiligen Künstler werfend, bin ich überrascht. So unterschiedlich Kunst zu interpretieren sein mag, ist ebenfalls der Preis.

Es gibt eine Art Regel, die besagt: Länge + Breite x Seiten. Hat ein Bild zum Beispiel die Größe von 20 Cm Länge, sowie 80 Cm Breite und 4 Seiten, kämen nach dieser Rechnung (20 + 80) x 4= 400 Euro heraus. Dazu wird je nach Aufwand eine Summe X dazu gerechnet. Diese Regel ist allerdings stets eine kleine Stütze und nicht genormt.

Was ist aber, wenn ein Künstler bevorzugt minimalistisch darstellt? Also die ganze kreative Energie auf 2 x 2 Cm projiziert? Ich kann mich noch sehr gut an eine „kleine“ Arbeit eines Künstlers erinnern, die mich so fasziniert hat, das ich ewig vor diesem Werk stand. Ebenso stockte mir der Atem, als ich vor einem dazu im Vergleich riesigen Ölgemälde von einer Größe von bis zu 5 x 6 Mt stand. Abgesehen von der Malerei gibt es natürlich viele weitere Sparten, wie Videokunst, Bildhauerei, Aktionskunst… . Letztendlich kann die zuvor genannte Rechnung nicht angewandt werden.

Natürlich gehört auch ein gewisser Hype auf den jeweiligen schaffenden Künstler dazu. Ein noch unbekannter Kreativer hat einen anderen Marktwert als in den Medien oft genannter. Dies nur kurz am Rande, da es eher ein anderes Thema wird.

Am Ende ist die Frage des Preises nicht geklärt und wird es auch nie sein. Ein großer Faktor, der immer eine Rolle spielt ist, dass der jeweilige Kunstinteressent einen Nutzen und Bereicherung aus dem gegebenen Werk erzielt. Dieser ist wiederum von Käufer zu Käufer unterschiedlich. Handelt es sich um ein 2 x 2 Cm Werk, dass sich hervorragend in einem 2 x 2 Mt Rahmen im Wohnzimmer platzieren lässt, oder das 5 x 6 Mt Werk, dass die Eingangshalle für das Unternehmen schmückt.

Ich stelle eine neue Rechnung auf: Mensch + Mensch x Liebhaberfaktor ;) .

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geschrieben am 26. Oktober 2009 – 19:00 Uhr von Susanne Hayduk.
Veröffentlicht in Allgemein
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