Sinnlose Übergriffe auf Kunst im öffentlichen Raum

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Ich spüre fast noch in den Knochen die Anstrengungen, die Container bei AufAuf sauber zu bekommen. Nachts haben Sprayer sinnfreie Tags an den zur Verfügung gestellten Containern angebracht und es hat Tage gedauert, bis wir die großzügig verteilte Farbe in gemeinschaftlichen Anstrengungen wieder abbekommen haben. Letzte Woche erreichte mich die E-Mail von unseren Kollegen Joachim, der hier im Interview mit Susanne schon von einem Vorfall in Bremen-Vegesack berichtet hat, bei dem seine Kunst Ziel eines Übergriffs gewesen ist. Joachim schreibt:

die Kunstinstallation, die ich auf der Grünfläche an der Straßenecke Auf dem Bohnenkamp / Hempenweg in meinem Heimatstadtteil Woltmershausen gestaltet hatte, hielt nur zwei Tage. In der Nacht zum vergangenen Sonnabend wurde sie praktisch komplett zerstört. Noch um Mitternacht kam ich dort vorbei, da war noch alles in Ordnung. Als ich am Sonnabendmorgen nach dem Rechten sah, waren die meisten Baustellenbänder abgeschnitten und die Installation damit so sehr beschädigt, dass ich sie nicht wieder instand gesetzt, sondern abgeräumt habe. Die Aktion, die eigentlich auf vierzehn Tage angesetzt war, wurde damit schon nach zwei Tagen beendet.

Mit meinem Lieblingsmaterial für Kunstaktionen hatte ich dreieckige Formen gestaltet, die verschiedene Assoziationen wecken konnten. Eine Frau sah darin Segel, die sie an die Zeit erinnerte, als es noch Segelvereine in Woltmershausen an der Weser gab. Optisch ließ mich diese Installation auch an Harfen denken. Wenn der Wind durch das Baustellenband wehte, klang es allerdings nicht so melodisch wie eine Harfe, aber das knatternde Geräusch hatte auch seinen Reiz. Auf jeden Fall stellte das rot-weiße Absperrband, von dem ich 500 Meter für diese Aktion verwendete, einen Hingucker dar und bot einen deutlich sichtbaren Kontrast zur sich allmählich herbstlich verfärbenden Grünanlage.

Am Wochenende habe ich Joachim zufällig getroffen und ihn darauf angesprochen. Der Mann ist ein sehr ausgeglichener und ruhiger Mensch und nimmt vieles mit Gelassenheit und Ruhe hin. Er bedauerte am Meisten, dass die älteren Menschen die ihn im Park beim Aufbau beobachtet haben, sich wieder bestätigt fühlen würden. Sie behaupteten ihn gegenüber, dass die sich dort herumtreibende Jugend sowieso Alles sofort kaputtmachen würde und obwohl niemand wisse, wer es gewesen ist, würden diese sich in ihrer Rechthaberei erneut suden. Lieber Joachim ich hoffe, dass ich das Gespräch sinngemäß wiedergegeben habe.

Seine Einstellung imponiert mir sehr, denn ich wäre unter diesen Umständen wahrscheinlich explodiert. Ich kann noch nachempfinden, wenn teuere Kunstwerke im öffentlichen Raum zum Angriffsziel Sozialbenachteiligter werden. Das ist eine Protestform, die ich wahrhaftig nicht begrüße, ich sie mir aber erklären kann. Wenn aber einfach Etwas kaputtgemacht wird, nur so mal eben, wofür sich ein Künstler abgeackert hat, der eindeutig kein Profit davon zieht, hört mein Verständnis auf. Joachim wollte den Besuchern des Parks etwas geben und sie machten es kaputt. Eine andere Realität gibt es bei diesem Vorfall aus meiner Sicht nicht. Das Foto für diesen Beitrag kommt übrigens auch von ihm.

Es gibt viele Aspekte, die man in diesem Zusammenhang diskutieren könnte. Will ich aber nicht. Ich lasse diese Meldung so im Raum stehen, damit die Leser ihre Transferfantasie bemühen können. Mir tut es sowohl für Joachim leid, als auch für die Menschen, die zu dumm sind ein Geschenk zu erkennen und anzunehmen.

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Kreative Kamerasteuerung für kreative Bilder

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Die kostenlose Software Sofortbild erlabt die Fernsteuerung von Nikon Spiegelreflexkameras über WLAN, oder über USB. Eine geniale Lösung wen es zum Beispiel darum geht Stilleben/Produkte aufzunehmen. Man stellt die Kamera auf einem Stativ und kann die Fotos sofort am Rechner beurteilen. Dabei kann Sofortbild die Bilder auch an Aperture, oder iPhoto übergeben. Ebenfalls kann man die wesentlichen Parameter der Kamera in der Software einstellen.

Sofortbild kann aber noch mehr, wie beispielsweise Serien- und Intervallaufnahmen, oder automatisches Bracketing. Dabei kann die Software selbständig die erstellten Bilder zu einem HDR zusammensetzen. Eine weitere Anwendungsfälder wären Stopmotion-Filme, Selbstporträts, usw.

Nach einem ersten Kurztest bin ich sehr angetan von dieser Lösung. Das einzige Problem hat man, wenn der Autofokus nicht scharfstellen kann. Die Software erkennt das nicht und versucht weiter Daten zu empfangen. Sie stürzt aber nicht ab so, dass man sie bequem beenden und neustarten kann. Mit Sofortbild erhält man eine einfache, aber runde Lösung für Kamerafernsteuerung. Zum ersten Mal hängt die Kamera mittels eines USB-Kabels an meinen Mac.

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Augen auf bei Künstlerbedarfsmärkten!

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Ich glaube fest daran, dass Außerirdische unter uns leben und zunehmend Einfluss gewinnen. Bei Schuh- und Taschengeschäften wusste ich schon lange, dass sie unsere Gehirne mit ihren Wellen beeinflussen, um uns unwillig zu machen und in Kaufrausch zu versetzen. Sie expandieren aber und haben jetzt weitere Branchen erobert.

Die Geschichte fing an, als ich heute beschlossen habe, mir eben mal eine (und nur eine) Staffelei zu holen. Klare Geschichte mit Rein und Raus, Schnellzugriff und ab zur Kasse. Perfiderweise ist der Künstlerfachbedarf meines Gedenkens vor kurzem umgezogen, wodurch sich die räumliche Anordnung rudimentär änderte. Mit Schnellzugriff war also nichts auszurichten und da ein Mann bekanntlich nicht nach dem Weg fragt, fing ich an mich durch die Gänge durchzuarbeiten. An Acrylfarben und Ton vorbei zu schaffen, ohne etwas anzufassen fiel mir noch leicht, ist ja eh für Mädchen.

Schnell merkte ich, dass es noch ein Stockwerk gibt und die Treppe dahin führte mich… Ja, sie führe mich in die Staffeleiabteilung. Die Staffelei, die ich gesucht habe war auch schnell gefunden und ich wollte schon wieder die Treppe in Richtung Kasse nehmen, als ich eine weitere Staffelei entdeckte. Ein Einzelstück, dramatisch im Preis reduziert. Wer weiß, ob ich sie dann doch nicht auch gebrauchen kann? Der Schnellzugriffsplan war vergessen, ich betrachtete eine Zeit das Teil, nahm es und tapperte in die Richtung der Fundgrube…

Die Frage, ob ich das alles bezahlen möchte, riss mich in die brutale Realität wieder zurück. Die Inkonsequenz meines Tuns wurde mir bewusst und ich beschloss den Mann an der Kasse zu bitten, wenigstens die zweite Staffelei wegzustellen. Nach drei bis vier Versuchen, fragte er mich immer noch freundlich, ob ich die Staffelei loszulassen gedenke was ich, die innere Unruhephase überwindend, etwas geknickt auch tat. Schliesslich war es auch ihm zu viel, als er meine Frage nach einer kleinen Tüte vernahm. Im Nachhinein habe ich das Gefühl, dass es sich um ein Missverständnis handelte und wir einfach das Adjektiv „klein“ unterschiedlich definitorisch abgrenzten.

Das Ergebnis, welches ich stolz davongetragen habe ist eine (ja! ein Mann steht zu seinen Beschlüssen und ich habe nur eine gekauft!) Staffelei, zwei Metalplatten, ein Lampenset zum selberbauen und ein so ein Glasding mit Kettchen. Wie, wozu? Das ist doch ganz klar! Metallplatten kann man immer gebrauchen. Gut, ich habe letzte Woche aus irgendeinem Müllcontainer etliche Metallplatten angeschleppt aber erstens waren diese perforiert und zweitens glänzen die, die ich heute gekauft habe so schön. Eine Lampe schmückt die Wohnung immer und das Glasding… Nun ja, es war sehr stark reduziert.

(Ende) Sollte irgendein Marketingfutzi auf die Idee komme Schuh-, Taschen- und Künstlerbedarfmarkt zu kombinieren, wäre das eindeutig mein Ende. Verwirrt würde ich dann in den Gängen irren, vom Regal zum Regal springen und den Wert völlig ungleicher Werte gegeneinander abschätzen versuchen. Wahrscheinlich würde am Ende des Einkaufstages ein patrolierender Verkäufer ein Etwas finden, das robbend und sabbernd versucht einen viel zu großen Haufen in Richtung Kasse vor sich zu schieben. Er würde dann mit seinem Schnurlostelefon, kurz die nächste Station über den nächsten, derartiger Fälle benachrichtigen. Nein, lieber nicht daran denken…

(Alternativende) Da ich gleich mit dem Erscheinen meiner Frau rechne, muss ich mir überlegen, wie ich die Anschaffungen rechtfertige. Das Argument durch ein Schnäppchen ganz viel gespart zu haben funktioniert bei Schuhen immer ganz gut (benutz es niemals für Taschen!). Wohingegen eine direkte Konfrontation mit Verweis auf eigene Emotionen, in Verbindung mit einer Besserungsankündigung bei Taschen die bessere Wahl ist (benutz es nur selten für Schuhe, nutz sich ab). Aber was macht Mann man mit Dekoscheiß??? Ach egal, ich lasse es ausgebreitet auf dem Fußboden, sie ist ein Mädchen und die Metallplatten glänzen so schön…

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Netzfundstücke: Grafiken und Graphen

Heute wird es etwas technischer, aber auch grafisch und somit nicht ohne Bezug zu Kunst. Die eigene Seite in der Codedarstellung zu visualisieren kann man mit diesem Link. Das ist auch die Grafik unten, die diese (zugegeben noch spärliche Seite) darstellt. Gefunden habe ich diesen Link bei Farbwolke. Ich bin gespannt, wie der Vergleich in ein paar Monaten aussehen wird. Die Erklärung für die Farbenbedeutung findet ihr auf der oben referierten Seite.

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Weitere interessante Grafik (die aber schon generiert ist) habe ich bei Netzlogbuch gefunden. Das Deutsche Social Media Prisma von ethority wurde speziell auf den deutschen  Medienmarkt zugeschnitten. Endlich mal eine Darstellung, die soziale Medien in Deutschland übersichtlich zusammenfasst.

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Jetz bleiben nur noch die Graphen und die könnt ihr hier selber erstellen. Dieses Onlinetool ermöglich das kollaborative Gestallten von Mindmaps. Eine sehr gute Umsetzung der Idee für alle, den Tools wie MindManager™ zu mächtig sind. Es gibt einen kostenlosen Basicaccount, der für die meisten Anforderungen ausreichend sein dürfte.

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Socialbar Bremen am 1. Oktober ab 19:00 Uhr

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Die Vorbereitungen zu der ersten Socialbar Bremen laufen auf Hochtouren. Claas und ich gehen immer wieder Checklisten durch und überlegen, was man noch berücksichtigen könnte. Ich glaube aber inzwischen, dass es ein sehr angenehmer Event werden wird, bei dem die Beteiligten nicht nur Spaß haben werden, sondern auch einen Nutzen für sich erhaschen werden können.

Inzwischen haben auch die Medien Notitz von uns genommen. Heute hat bremen.de uns auf der Startseite präsentiert (siehe oben) und auch der Weser Kurier will in dieser Woche einen Artikel über die Socialbar Bremen schreiben. Schön, wenn es für viele transparent wird, was wir beabsichtigen. Ich freue mich, dass wir nicht umsonst gearbeitet haben und ich freue mich, wenn wir es schaffen mit dieser Arbeit andere Menschen in irgendeiner Form zu unterstützen.

Bremen ist eine Stadt, die immer wieder viel Courage zeigt. Hier lebe ich gerne und hier möchte ich auch helfen, Strukturen zu schaffen, die nachhaltig die Entwicklung stärken. Sicherlich ist das nur ein kleiner Baustein, aber auch aus Lego wurden ganze Freizeitparks gebaut ;) . Wie auch immer, ich freue mich auf Euere Teilnahme am 1. Oktober im Alten Fundamt, Auf der Kuhlen 1a. Meldet Euch an, oder kommt spontan vorbei. Den Meckerern sei gesagt: Fussballspiel des Werders haben wir zum Zeitpunkt der Planung nicht berücksichtigen können, weil das Spiel noch nicht auf dem Plan stand. Über Entwicklung auf dem Feld und Tore werdet Ihr trotzdem am Laufenden gehalten!

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